Geschichte
Von RollEx zu KuLT e.V.
Kult e.V. wurde 1988 gegründet. Damals hieß der Verein noch Roll-Ex e.V. und hatte sein Aufgabengebiet in der Integration von Behinderten. Hier waren die Aktiven größten Teil Angestellte oder Mitglieder der AWO und die Betreuten durchweg Behinderte. Man wollte mehr machen und sich nicht von den engen Richtlinien des großen steifen Verband erdrücken lassen. Einfach ausprobieren, was geht und gemeinsam mit den Betreuten neue Wege erproben und diese dann in die Arbeitabläufe integrieren.
Für die bis 1991 geleistete Arbeit möchten wir Klaus-Dieter Schroeder, Walter Zeyer und Ralf Schirmer, die am 8. November 1991 ihre Vorstandsarbeit abgaben, herzlich danken.
Nur Wolfgang Föhr blieb im Vorstand. Unter seiner Führung machte sich ein neuer Vorstand an die Arbeit. Jürgen Kerber – Pithart, Daisy Pithart und Gerd Reimer ergänzten den Vorstand und änderten nicht nur den Namen, sondern auch die Arbeitsbereiche.
1991 wurde erkannt, dass ein großer Teil der Arbeitszeit mit dem Kampf gegen die Verbandsstrukturen der AWO aufgebracht werden muss und diese Zeit dann sinnvollen Projekten entzogen wird. Und zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die AWO aus vielen Projekten zurückzog, wurde den Aktiven klar, dass sich neue Arbeitsbereiche für den Verein auftaten.
Aus Roll-Ex e.V. wurde Kult e.V. Die Aufgaben der integrativen Behindertenarbeit wurde um die Kinder- und Jugendarbeit und Erwachsenenbildung erweitert. Alle Bereiche, die von der AWO geschlossen werden sollten, in denen Roll-Ex Aktive mitwirkten, wurden von Kult e.V. analysiert und, soweit es auch nur eine Möglichkeit der Weiterführung gab, übernommen.
So konnte Kult e.V. 1996 das Spielarium, die Schwimmgruppe und einen Teil der Betreuerschulung erhalten und ausbauen. Die Struktur der Mitglieder und der Aktiven änderte sich recht schnell. Kult e.V. wurde verbandsunabhängig und ging seine eigenen Wege. Die Aktiven kamen aus allen Richtungen der sozialen Arbeit und brachten Ihre Ideen und Arbeitsweisen ein. Man kooperierte und erfand nicht jedes Mal das Rad neu.
Beruflicher Stress und teils sozial ausgepowert sein machten einen erneuten Wechsel in der Vereinsführung notwendig. Am 25.02.1999 verließen Wolfgang Föhr und Daisy Pithart den Vorstand. Auch Euch beiden ein herzliches Dankeschön für Eure Arbeit und alles gute in der Zukunft. Wilfried Schure und Frank Kohlberger kamen neu in den Vorstand.
Über 6 Jahre konnte der Verein die soziale Arbeit weiterführen, ohne dass die Mitglieder von dem Wegbruch der staatlichen Fördermittel etwas bemerkten. Alle Aktivitäten wurden durch die Mitgliedsbeiträge abgedeckt.
Durch die ruinöse Verschwendung in den Verbänden und den Finanzlöchern in den staatlichen Haushalten wurde eine erneute Umstrukturierung des Vereins nötig.
Alle wollten plötzlich kostendeckend arbeiten und erhöhten Mieten u. ä. ins unermessliche oder kürzten Zuschüsse auf NULL. Die Frechheit des Ganzen ist gewesen, dass dieses rückwirkend geschehen sollte.
Kult e.V. musste hier die Notbremse ziehen. Die aktiven Gruppen wurden, soweit es sich finanzieren ließ, in die Selbstständigkeit entlassen. Aus dem Spielarium wurde ein gut laufender Spieletreff, der von der Spielewerkstatt Kerber gewerblich, aber kostenlos betrieben wird. Die Schwimmgruppe wurde in die DLRG eingebracht.
Rückblickend können wir sagen, dass für alle Aktivitäten eine gangbare Lösung gefunden werden konnte.
